Today is all about Easter: from Maundy Thursday (the Last Supper and the washing of the feet) to the Resurrection on Easter Sunday. Enjoy the photos, the texts and the music!
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Hoy todo gira en torno a la Semana Santa: desde el Jueves Santo (la Última Cena y el lavado de los pies) hasta la Resurrección el Domingo de Pascua. ¡Disfruta de las fotos, los textos y la música!
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KARSAMSTAG
Sabbatruhe: Zeitvergeudung?
Ob da, wo heute in Jerusalem die Grabeskirche steht, oder im Gartengrab: Den Sabbat verbrachte Jesus im Grab. Er ruhte – wie einst am Ende der Schöpfungswoche. Dabei gab es noch so viel zu tun! So viele Menschen, die auf Heilung und Heil warteten … in Jerusalem, Judäa, Samarien und bis an die Enden der Erde! Sabbatruhe: War das nicht Zeitvergeudung?
Nein, war es nicht. Warum nicht? Weil Jesus zwar „schlief“, der Heilige Geist aber nicht. D. h. Gott hörte nicht auf zu wirken, und zwar im Herzen vieler Menschen: Beim Hauptmann, dessen Glaube wie eine zarte Pflanze vor ein paar Stunden aufgegangen war; bei dem einen oder anderen Soldaten, der sein Bekenntnis gehört hatte (Matthäus 27,54). Bei einigen der vielen Beobachter, denn 50 Tage später sollte Petrus das „ernten“, was Jesus gesät hatte – auch durch seinen Tod am Kreuz. Diese Saat begann aufzugehen, während Jesus Pause machte im Grab. Bei Simon von Kyrene, der einen Teil der Via Dolorosa für Jesus das Kreuz trug (Markus 15,21): Was er wohl seiner Familie am Abend erzählte?
Während Jesus ruhte, wirkte der Heilige Geist und brachte die Saat im Herzen dieser Menschen in Bewegung. Indem Jesus sich wie ein Weizenkorn in die Erde senken und begraben ließ, nahm er freiwillig die letzte Ohnmacht an, die uns Menschen widerfährt. Nun konnte er nichts mehr tun, nichts mehr sagen – es war alles in seines Vaters Hand gelegt.
Loslassen können, alles in die Hand eines Größeren, in Gottes Hand legen, darin will ich mich mehr üben. Nicht nur am Sabbat-Ruhetag, sondern täglich. Ich will lernen: Von Gott verordnete Ruhe ist immer heilsame Ruhe, die Gutes bewirkt!
Das dürfen bzw. müssen wir auch manchmal erleben: Übergangsphasen, in denen wir nicht die Macher sind, sondern die Ruhenden, die Vertrauenden, die Beter. Weil uns die Kräfte einfach verlassen (z. B. im Alter). Oder weil wir den Einfluss nicht mehr haben (z. B. auf unsere erwachsenen Kinder). Oder weil uns Gott in der einen oder anderen Form „aus dem Verkehr zieht“ und wir nur mit Jesus beten können: „In deine Hände lege ich mein Lebenswerk, meine Träume, meine Ziele. In deine Hände lege ich meine Mühe, meine Erfolge, mein Versagen, meine unerledigten To-Do-Listen. Mach du etwas Brauchbares daraus!“
- Ein bewegendes Lied darüber, wie Jesus sein Lebenswerk in die Hände seines Vaters legt:
„Vater, in deine Hände“ aus dem Chormusical „7 Worte vom Kreuz“ von Albert Frey (6:19 Min)
KARFREITAG
Das Kreuz? Unsinn!
Jesu Sterben am Kreuz? „Unsinn!“, sagten damals viele. Auch heute löst die Predigt vom Kreuz häufig ein skeptisches Kopfschütteln aus.
War der Gekreuzigte „nur“ ein Mensch, dann war dies die grausame Hinrichtung eines Märtyrers unter anderen. War Jesus aber der menschgewordene Gott, wie die Bibel es bezeugt, verlangt dies eine weitergehende Beschäftigung damit. Und, früher oder später, auch eine Entscheidung: Halte ich an meinem Unverständnis fest, oder gebe ich Gott die Chance, mir die tiefere Bedeutung des Kreuzes in der Geschichte der Welt und möglicherweise auch in meinem Leben zu zeigen?
Wer am Unverständnis für diese auf den ersten Blick „unsinnige“ Botschaft vom Kreuz festhält, lehnt den einzigen Ausweg aus der Verlorenheit ab, den Gott jedem anbietet. Jedem, der sich nach einem ewigen Leben ohne Leid und Tod sehnt.
Ja, Jesus starb am Kreuz, weil er es nicht ertragen konnte, dass wir nie wieder nach Hause, in die vollkommene Welt Gottes, zurückkehren könnten. Alle Nägel der Welt hätten ihn nicht daran hindern können, vom Kreuz abzusteigen, hätte er sich das anders überlegt. Allein seine unermesslich große Liebe zu uns hielt ihn am Kreuz fest.
Da kann man nur Staunen … und Danken!
- Staunen über die große Liebe Gottes, darum geht es im Lied „Wie tief muss Gottes Liebe sein“ (3:21 Min)
- Immer wieder beeindruckend: „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel! Hier der Chor (53) aus dem 3. Teil auf Englisch: „Worthy Is the Lamb That Was Slain“ (Würdig ist das Lamm), interpretiert vom Tabernacle Choir (7:20 Min.):
- Hier eine moderne Fassung von „Würdig ist das Lamm“ mit Cae und Eddie Gauntt (4:04 Min.)
GRÜNDONNERSTAG
Liebe vorgelebt
Donnerstagabend. Jesus ist sehr traurig. Und besorgt – vor allem um seine Schüler (Jünger). Um sie zu stärken, feiert er mit ihnen das Abendmahl. Vorher aber greift er zur Wasserschüssel und beginnt, ihnen die staubigen Füße zu waschen. Ein Sklave war nicht im Haus und von den Zwölf hatte keiner Anstalten gemacht, diesen niedrigen Dienst übernehmen zu wollen.
Markus Spieker schreibt: „Der Mann, der vier Tage zuvor noch als König in Jerusalem eingeritten ist, verrichtet den niedrigsten Dienst überhaupt. Ein modernes Äquivalent wäre ein Staatspräsident, der bei einem Staatsbankett den Toilettendienst übernimmt.“ (JESUS. Eine Weltgeschichte, S. 459)
Ellen G. White kommentiert: „Niemand war so erhaben wie Christus, und doch ließ er sich zum geringsten Dienst herab … Die einzige Größe ist die Größe der Demut, und die einzige Auszeichnung besteht darin, anderen hingebungsvoll zu dienen.“ (Der Sieg der Liebe, S. 503)
Was für ein Vorbild! Jesus predigte nicht nur über die Liebe: Er lebte vor, was wahre Liebe ist!
- Zur Vertiefung: Theologenrunde über die Fußwaschung in der Hope-TV-Reihe „Tischreden“ (54:38 Min.)
Frühere, interessante Beiträge:
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