edp aktuell (2026-02-08)

Hallo und willkommen! Viele können sich die Nachrichten nicht mehr ansehen: Wie soll dieses Chaos auf der Welt enden? Stehen wir am Abgrund? Darüber und warum die Bibel Hoffnung macht, schrieb mein Freund und Kollege Friedhelm Klingeberg – nicht die Tage, sondern vor einem Jahr!! Außerdem diese Woche: Aus Gewohnheit in die Kirche gehen – ist das schlecht? (Mit einem Blick auf Kapernaum am See Genezareth) / Nachdenkliches zum 120. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer / Aus meinem Leben: Um Brot betteln? / Zwei Versionen des bekannten Liedes „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ / Shalom!

 

Hello and welcome! Many people can no longer bear to watch the news: How will this chaos in the world end? Are we standing on the brink of disaster? My friend and colleague Friedhelm Klingeberg wrote about this and why the Bible gives us hope – not just a few days ago, but a year ago! Also this week: Going to church out of habit – is that a bad thing? (With a look at Capernaum on the Sea of Galilee) / Reflections on the 120th birthday of Dietrich Bonhoeffer / From my life: Begging for bread? / Two versions of the well-known song ‘Von guten Mächten wunderbar geborgen’ / Shalom!

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¡Hola y bienvenidos! Muchos ya no soportan ver las noticias: ¿cómo va a terminar este caos en el mundo? ¿Estamos al borde del abismo? Mi amigo y colega Friedhelm Klingeberg escribió sobre esto y sobre por qué la Biblia nos da esperanza, ¡no hace unos días, sino hace un año! Además, esta semana: ¿Es malo ir a la iglesia por costumbre? (Con una mirada a Cafarnaúm, en el mar de Galilea) / Reflexiones sobre el 120º aniversario del nacimiento de Dietrich Bonhoeffer / De mi vida: ¿Mendigar pan? / Dos versiones de la conocida canción «Von guten Mächten wunderbar geborgen» / ¡Shalom!

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ZEITGESCHEHEN

¿Cómo va a acabar todo esto? / How will it all end? (Bild KI gen.)
Welt am Abgrund? Warum die Bibel Hoffnung macht

Kaum zu fassen, dass dies vor einem Jahr verfasst wurde. Von meinem Freund und ehemaligen Kollegen Friedhelm Klingeberg (Pastor i.R.) erschien für den 5. Februar 2026 im Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg ein Beitrag zur Weltlage vor einem Jahr. Darin schreibt er:

„Der gnadenlose Krieg zwischen Israel und der Hamas findet derzeit kein Ende. Die Ukraine ringt nach wie vor ums Überleben. Die europäischen Nachbarländer rutschen immer weiter nach rechts – und in den USA wird aus der mächtigsten Demokratie dieser Erde Schritt für Schritt eine Autokratie, die letztlich der ganzen Welt gefährlich werden kann.“

Die Angst vor einer weltweiten Katastrophe wächst, während politische Lösungen zunehmend ausbleiben. Doch die Bibel zeichne ein anderes Endzeitszenario als moderne Untergangspropheten: „Am Ende steht nicht die Vernichtung der gesamten Menschheit durch die irre Aktion irgendeines Machthabers, sondern der wiederkommende Christus, der Erlöser der Welt, und durch sein Kommen erfüllen sich die Hoffnungen all derer, die an ihn glauben.“

Ein sehr ermutigender Beitrag für jeden, der sich verständlicherweise fragt, wann der gegenwärtige Chaos enden wird. Für den Autor, Siebenten-Tags-Adventist wie ich, ist die Erwartung des wiederkommenden Jesus Christus nicht das Ende, sondern der Start einer Ära des Friedens, der diesen Namen wirklich verdient und ewig andauert. Seine Schlussfolgerung: „Wer mit dieser Perspektive lebt und glaubt, braucht auch mitten im weltpolitischen Chaos unserer Zeit nicht zu verzweifeln, denn alles deutet darauf hin: Christus kommt bald!“

NACHDENKLICHES

Viele halten diesen Raum an der „Synagogenkirche“ in Nazareth für die Dorfsynagoge, die Jesus als junger Mann sabbats besuchte und in der er auch seine Antrittspredigt hielt. Es gibt allerdings keine Hinweise darauf, dass sich an diesem Ort jemals ein öffentliches Gebäude aus römischer Zeit befand. (Foto: Ori~, Wikimedia Commons)
Eine sehr gute Gewohnheit

Gewohnheiten haben einen zwiespältigen Ruf: Sie können tragen und stabilisieren – oder leer und
routinemäßig werden. Auch der Gottesdienstbesuch ist davor nicht gefeit. Wer nur „weil es sich so gehört“ in der Kirche sitzt, merkt manchmal selbst: Das Herz ist woanders.

Interessant ist, dass die Bibel Gewohnheit nicht grundsätzlich negativ sieht. Von Jesus heißt es: „Er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge“ (Lukas 4,16). Jesu Gewohnheit war kein Ausdruck von Gedankenlosigkeit, sondern von Treue. Er machte es nicht spontan, „wenn er gerade Lust hatte“, sondern es war fest eingeplant, Woche für Woche, als ein Teil seines Lebensrhythmus. Bemerkenswert ist auch: Obwohl er der Sohn Gottes ist, ordnet er sich dem Ruhetaggebot unter. Er stellt sich unter das Wort, bevor er es predigt.

Eine gute Gewohnheit trägt, wenn sie immer wieder bewusst gefüllt wird. Als hilfreich habe ich es beispielsweise empfunden, sich Notizen während der Predigt zu machen und dabei den roten Faden oder die Gliederung festzuhalten (das habe ich bereits als Kind derart praktiziert, dass ich dann auf dem Gymnasium der Mitschreibespezialist wurde!). Was mir auch hilft, ist, vorweg für die Person zu beten, die an diesem Tag die Predigt hält – und auch darum, dass ich von jeder Predigt mindestens einen Satz mitnehme, der für mein Leben relevant ist. Auch kleine Veränderungen – ein anderer Platz, ein Lied bewusster hören, ein Gespräch nach dem Gottesdienst – können helfen, Routine aufzubrechen.

Vielleicht ist die Gewohnheit selbst kein Problem, sondern sogar ein Geschenk. Sie trägt uns auch dann, wenn die Begeisterung gerade fehlt. Entscheidend ist, dass wir sie immer wieder mit Leben füllen lassen – von demjenigen, der den Sabbat nicht nur feierte und regelmäßig Predigten hielt, sondern der Urheber und Herr des Sabbats ist.

Die Ruinen dieser Synagoge in Kapernaum stammen hauptsächlich aus dem späten 4. Jahrhundert, stehen aber auf den Fundamenten einer älteren Synagoge aus dem 1. Jahrhundert (schwarze Steine). Diese ältere Synagoge könnte jene sein, in der Jesus laut den Evangelien lehrte und Wunder wirkte. (Fotos: edp und Erika Moisan)

Kapernaum am See Genezareth war die Heimat mehrerer Jünger Jesu (u.a. Petrus) und die „Heimatbasis“ von Jesus. (Foto: israelmagazin.de)

PERSÖNLICHKEITEN

Skulptur des Dietrich Bonhoeffer von Fritz Fleer vor der Hauptkirche Sankt Petri, Hamburg. (Foto: David Meisel, cc-by-4.0 int.) Inschrift: WIDERSTAND UND ERGEBUNG, DIETRICH BONHOEFFER, GEBOREN AM 4. FEBRUAR 1906, PFARRER DER BEKENNENDEN KIRCHE, VERHAFTET IM APRIL 1943, AM 9. APRIL 1945 IM KZ FLOSSENBÜRG ERMORDET
Dietrich Bonhoeffer – warum sein Denken auch 120 Jahre später berührt

Zum 120. Geburtstag am 4. Februar 2026
Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 geboren. Er war Theologe, Widerständler, Intellektueller – und ein Mensch, der Fragen gestellt hat, die bis heute erstaunlich aktuell sind. Bonhoeffer wurde 1945 von den Nationalsozialisten ermordet. Er war damals 39 Jahre alt.

Was zeigt uns sein Leben heute, in einer Zeit, die wieder von Unsicherheit, Polarisierung und der Frage nach Verantwortung geprägt ist?

Bonhoeffer lebte nicht nur aus Überzeugungen – er handelte. Früh erkannte er, wohin Hass, Ausgrenzung und blinder Gehorsam führen können. Während viele schwiegen oder sich anpassten, widersprach er. Er stellte sich gegen das NS-Regime, half verfolgten Menschen und beteiligte sich am Widerstand. Das kostete ihn am Ende sein Leben.

Berühmt wurde Bonhoeffer aber nicht nur durch seinen Mut, sondern auch durch seine klaren, oft unbequemen Gedanken. Einer seiner bekanntesten Sätze lautet: „Nicht der religiöse Akt macht den Christen, sondern das Teilnehmen am Leiden Gottes im weltlichen Leben.“ Das ist keine fromme Floskel. Bonhoeffer meint: Glaube zeigt sich nicht in schönen Worten oder Ritualen, sondern darin, wie wir mit anderen Menschen umgehen – besonders mit den Schwachen.

Ein weiteres starkes Bild ist seine Kritik an der „billigen Gnade“. Damit meinte er eine Haltung, die sich moralisch gut fühlt, aber nichts kostet: Vergebung ohne Veränderung, Werte ohne Konsequenzen. Dem stellte er die „teure Gnade“ entgegen – ein Leben, das Verantwortung übernimmt, auch wenn es unbequem wird.

Bonhoeffer dachte weit über Kirche hinaus. Seine Texte handeln von Gewissen, Freiheit, Wahrheit und Mut. Fragen, die auch Menschen bewegen, die sich nicht als religiös verstehen: Wann darf ich nicht mehr mitmachen? Wofür stehe ich ein – und was lasse ich durch Schweigen geschehen Vielleicht ist genau das sein Vermächtnis zum 120. Geburtstag: Die Erinnerung daran, dass Menschlichkeit kein abstrakter Wert ist, sondern eine tägliche Entscheidung. Und dass es Zeiten gibt, in denen Neutralität keine Option ist.

AUS MEINEM LEBEN (2/5)

„Unser tägliches Brot gib uns heute“, heißt es im Vaterunser. Womit aber alles gemeint ist, was wir für ein erfülltes Leben brauchen. (Foto: Marco Aurelio, pixabay.com)
Um Brot betteln?

Wir waren eine glückliche mittelständische Familie, es ging uns in jeder Hinsicht recht gut. Mein Vater war selbstständig als Installateur, unser Einkommen war gesichert. Das änderte sich über Nacht, als er mit 34 Jahren bei der Arbeit tödlich verunglückte.

Die Lebensversicherung hatte er gerade gekündigt, um einen neuen Vertrag mit einer höheren Summe abzuschließen, hatte diesen aber noch nicht unterschrieben. Meine Mutter hatte es schwer, für unseren Unterhalt (wir Kinder waren damals zwölf und zehn) zu sorgen. An einer Strickmaschine arbeitete sie zu Hause Tag und Nacht, um Einnahmen zu generieren. Ich erinnere mich an einen 24. Dezember: Schnell machte sie eine Wolljacke fertig und schickte uns zur Kundin in der Hoffnung, diese würde gleich bezahlen, damit wir die Lebensmittel kaufen konnten, die für das festliche Abendessen üblich waren. Sie bezahlte. Und es reichte sogar dafür, einen Obdachlosen einzuladen, mit uns zu feiern. Als es so nicht weiterging und andere Alternativen scheiterten, emigrierte sie nach Deutschland und wir folgten ihr später.

In der Bibel heißt es: „Ich habe ein langes Leben hinter mir, doch nie habe ich erlebt, dass die, die auf Gott vertrauen, vergessen wurden, oder dass ihre Kinder um Brot betteln mussten.“ (Psalm 37,25) Nein, um Brot mussten wir Kinder nie betteln. Wir können als Familie die Erfahrung, von der David spricht, bestätigen, wissen aber wohl um die Lage vieler Menschen auf der Erde. Daher sehnen wir uns nach Gottes neuer Welt, in der die Gerechtigkeit zu Hause ist.

Dieser Beitrag ist aus meinem Heft „15 Zusagen Gottes, die meinem Leben HALT geben“ entnommen.

Wenn in der Bibel von „Brot“ die Rede ist, ist viel mehr damit gemeint als das Nahrungsmittel: Gottes Fürsorge, Gemeinschaft, das Leben und auch Jesus Christus selbst. (Foto: Carlos Alberto, pixabay.com)

LIED DER WOCHE

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen …

Zwei Fassungen des bekannten Liedes „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ basierend auf dem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer:

Alive Worship, mit Text (5:21 Min.)

Animato Chor und Orchester (5:18 Min.)

INFO

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