Willkommen zur aktualisierten Wochenseite, heute mit diesen Beiträgen:
- Der Enkelsohn weint, weil er nur einen Schein (50 Euro) bekommen hat, seine Schwester dagegen drei (20+20+10 Euro): Warum vergleichen nicht glücklich macht (ein Beitrag der Reihe „Hingeschaut.“)
- Die Kirche St. Nicolai ist eine Besichtigung wert, obwohl sie die jüngste und kleinste der drei Hauptkirchen der Hansestadt Lüneburg ist (aus der Serie „So schön ist Lüneburg“).
- Unsere Demokratie braucht Gott (eine kurze Andacht aus „Leben ist mehr“).
- Yoga – nur Gymnastik oder doch Religion? (meine Gedanken zu einer kontroversen Frage; mit Link zu einer Sendung des DLF).
- Lied der Woche: „Gott hält dich fest“ ist ein christliches Lied über Trost, Hoffnung und die Gewissheit, dass du dich nicht aus eigener Kraft durch jeden schweren Moment tragen musst.
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Welcome to the updated weekly page, featuring the following articles today:
- The grandson is crying because he’s only been given one note (50 euros), whereas his sister has been given three (20+20+10 euros): Why making comparisons doesn’t make us happy (an article from the ‘Hingeschaut.’ series)
- St Nicolai’s Church is well worth a visit, even though it is the youngest and smallest of the three main churches in the Hanseatic city of Lüneburg (from the series ‘So schön ist Lüneburg’, Lüneburg is so beautiful).
- Our democracy needs God (a short devotional).
- Yoga – just exercise or actually a religion? (my thoughts on a controversial question).
- Song of the week: ‘Gott hält dich fest’ (God holds you safe) is a Christian song about comfort, hope and the certainty that you don’t have to get through every difficult moment on your own.
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Bienvenidos a la página semanal actualizada, hoy con estas contribuciones:
- El nieto llora porque solo le hemos dado un billete (de 50 euros), mientras que a su hermana le hemos dado tres (20 + 20 + 10 euros): por qué compararse no nos hace felices.
- Merece la pena visitar la iglesia de San Nicolás, aunque sea la más nueva y la más pequeña de las tres iglesias principales de Lüneburg (de la serie «Así de bonita es Lüneburg»).
- Nuestra democracia necesita a Dios (una breve reflexión).
- El yoga: ¿es solo gimnasia o también religión? (mis reflexiones sobre un tema bastante polémico).
- Canción de la semana: «Gott hält dich fest» (Dios te sostiene) es una canción cristiana sobre el consuelo, la esperanza y la certeza de que no tienes que superar cada momento difícil por tus propios medios.
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NACHDENKLICHES
Vergleichen macht nicht glücklich
Unser vierjähriger Enkel weint, obwohl er gerade 50 Euro für seine Sparbüchse bekommen hat. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Seiner Schwester haben wir drei Geldscheine gegeben: 20+20+10 Euro. Er aber hat nur einen einzigen bekommen: einen 50-Euro-Schein!
Wir mussten lachen. Aber es war gar nicht so einfach, dem Vierjährigen zu erklären, dass sein einer Schein genauso viel wert ist wie die drei Scheine seiner Schwester.
Und plötzlich dachte ich: Machen wir Erwachsenen nicht manchmal genau denselben Fehler – nur auf einem etwas höheren Niveau?
Wir schauen auf andere und vergleichen … Und schon beginnt unsere eigene Rechnung: Was habe ich – und was haben die anderen?
Das Problem: Wir vergleichen dabei meistens Dinge, die sich gar nicht sinnvoll vergleichen lassen. Denn der äußere Schein kann täuschen. Wir sehen bei anderen das, was nach außen sichtbar ist. Nicht aber ihre Sorgen, ihre Enttäuschungen, ihre schlaflosen Nächte oder den Preis, den sie für manches bezahlt haben. Wir vergleichen unser ganzes Leben mit dem Schaufenster eines anderen. Weiterlesen
DEUTSCHLAND
So schön ist Lüneburg (20)
Wo die Schiffer zu Hause waren: St. Nicolai
Wer durch Lüneburgs Wasserviertel spaziert, kommt an ihr kaum vorbei: der St. Nicolai-Kirche. Zwischen Ilmenau, Stintmarkt und den alten Häusern steht sie etwas abseits des großen Touristenstroms – und doch gehört sie zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Stadt.
Im Wasserviertel lebten vor allem Schiffer, Händler und Handwerker, deren Leben eng mit der Ilmenau und dem Handel verbunden war. St. Nicolai war gewissermaßen ihre Kirche.
Sie ist die jüngste und kleinste der drei Hauptkirchen der Hansestadt Lüneburg (St. Johannis, St. Michaelis, St. Nicolai). Ca. 110.000 Besucher besichtigen diese Kirche, die normalerweise jeden Tag der Woche geöffnet ist. Weiterlesen
POLITIK
Unsere Demokratie braucht Gott
„Gott schütze unsere Demokratie und unser Vaterland!“ – so beendete Markus Söder seine Rede vor dem deutschen Bundestag am 13. November 2024. In einer Andacht vom 15.9.2026 bei „Leben ist mehr“ stellt David Johannes Grimm einige Fragen dazu, ob unsere Demokratie unangreifbar ist:
- Ist das System der unterschiedlichen Gewalten nicht sicher, sogar vor sich selbst?
- Ist die Demokratie nicht die beste Staatsform, um Polarisierung und Einseitigkeit zu unterbinden?
- Ist sie nicht ein verlässlicher Apparat, um Fehler der Vergangenheit in der Zukunft zu verhindern?
Sodann fragt er, welche Rolle Gott in unserer Demokratie spielt: Was ist, wenn der Gott der Bibel nur noch ein ungewollter Autoritätsbegriff in der Präambel des Grundgesetzes ist? Wenn dieser Gott im Regierungsalltag schon lange keine »Mehrheit«, keine »Sperrminorität«, ja, noch nicht einmal eine »Stimme« mehr hat?
Der Autor ist überzeugt: Unsere Demokratie braucht den Gott der Bibel! „Ohne Gott geht es in die Dunkelheit eines moralischen Verfalles.“
YOGA
Yoga – nur Gymnastik oder doch Religion?
Yoga ist längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Menschen treffen sich in Volkshochschulen, Fitnessstudios oder Yogastudios, um beweglicher zu werden, Rückenschmerzen vorzubeugen, Stress abzubauen oder einfach zur Ruhe zu kommen. Für viele hat Yoga mit Religion überhaupt nichts zu tun. Aber stimmt das wirklich?
Mit dieser Frage beschäftigte sich in den letzten Tagen auch eine Serie des Deutschlandfunks. Der zweite Teil trägt den Titel „Wie viel Religion steckt im Yoga?“ und macht deutlich: Yoga ist historisch weit mehr als ein Programm aus Dehnübungen und Atemtechniken. Es stammt aus Indien und ist ursprünglich mit philosophischen und religiösen Vorstellungen verbunden.
Das bedeutet zunächst nicht, dass jeder Mensch, der Yoga praktiziert, Hindu wird oder eine andere Religion übernimmt. Gerade im Westen werden viele Yogaangebote auf körperliche Übungen, Entspannung und Atemtechniken reduziert. Doch die Wurzeln verschwinden dadurch nicht.
Traditionell ist Yoga ein spiritueller Weg. Körper, Atem und Geist werden miteinander verbunden. Ziel war und ist in verschiedenen Yoga-Traditionen die Selbsterkenntnis beziehungsweise die Befreiung aus den Begrenzungen des menschlichen Daseins.
Der Deutschlandfunk weist deshalb zu Recht darauf hin, dass Yoga nicht einfach als „indische Gymnastik“ verstanden werden kann. Schon in früheren Beiträgen wurde beispielsweise auf Mantras, spirituelle Gemeinschaften und religiöse Formen des Yoga hingewiesen.
Warum kann das einem Christen zu denken geben?
Genau hier beginnt die eigentliche Frage für Christen. Denn hinter den Übungen können Vorstellungen vom Menschen, von Gott und von Erlösung stehen, die sich deutlich vom christlichen Glauben unterscheiden.
1. Wie wird der Mensch erlöst?
In vielen Yoga-Traditionen geht es darum, durch Erkenntnis, Meditation, Disziplin und eigene spirituelle Praxis einen Weg zur Befreiung zu finden.
Das Christentum setzt einen anderen Schwerpunkt: Der Mensch muss sich seine Erlösung nicht selbst erarbeiten. Sie ist Geschenk der Güte Gottes und gründet nach christlichem Verständnis in Jesus Christus.
2. Was ist Gott?
In verschiedenen hinduistischen Traditionen finden sich Vorstellungen, in denen das Göttliche und die Wirklichkeit auf eine Weise miteinander verbunden sind, die sich vom biblischen Gottesbild unterscheidet. Der Gott der Bibel ist kein unpersönliches kosmisches Prinzip und keine Energie, die in allem steckt. Er ist der Schöpfer und ein Gegenüber des Menschen.
3. Was geschieht bei der Meditation?
Auch hier gibt es Unterschiede. Christliches Gebet bedeutet grundsätzlich: Ich wende mich an Gott. Ich rede mit ihm, höre auf sein Wort und suche seine Gegenwart.
Bei bestimmten Formen östlicher Meditation geht es dagegen darum, Gedanken zur Ruhe zu bringen, das eigene Ich zurückzunehmen oder eine andere Form des Bewusstseins zu erreichen.
Das muss nicht automatisch etwas Gefährliches sein. Aber ein Christ darf durchaus fragen: Was tue ich hier eigentlich – und welche Vorstellung vom Menschen und von Gott steht dahinter?
Ist Yoga deshalb grundsätzlich gefährlich?
Hier lohnt sich Differenzierung. Wer heute in Deutschland einen Yogakurs besucht, lässt sich normalerweise nicht automatisch auf die religiöse Philosophie des traditionellen Yoga ein. Viele Menschen wollen schlicht etwas für ihre Beweglichkeit, ihre Körperwahrnehmung oder ihre Entspannung tun.
Auch der Deutschlandfunk macht diesen Unterschied deutlich: Zwischen den historischen Wurzeln des Yoga und dem, was Menschen heute im Westen unter Yoga verstehen, kann ein großer Abstand liegen.
- Deshalb wäre es zu einfach zu behaupten: „Wer Yoga macht, praktiziert eine fremde Religion.“
- Ebenso einfach wäre aber die umgekehrte Behauptung: „Yoga ist nur Sport und hat mit Religion überhaupt nichts zu tun.“
Entscheidend ist, welche Form von Yoga praktiziert wird und was damit verbunden ist. Sind es ausschließlich Körperübungen und Atemtechniken? Oder gehören Mantras, Meditation, bestimmte Gottesvorstellungen, spirituelle Übungen oder ein bestimmtes Heilsverständnis dazu?
Eine Frage des persönlichen Gewissens
Für Christen kann deshalb eine persönliche Gewissensprüfung sinnvoll sein. Nicht jede Yogaübung muss religiös sein. Aber auch nicht jede Yogaform ist weltanschaulich neutral.
Vielleicht hilft eine einfache Frage: Kann ich diese Übung mit meinem Glauben an Jesus Christus verbinden – ohne dabei Vorstellungen zu übernehmen, die meinem Glauben widersprechen?
Christlicher Glaube muss dabei weder vor jeder fremden Kultur Angst haben noch alles unkritisch übernehmen. Es geht vielmehr um Unterscheidung:
Yoga kann körperlich guttun. Ruhe, bewusstes Atmen, Beweglichkeit und ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper sind keine exklusiv hinduistischen Erfindungen. Auch die Bibel sieht den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist.
Aber ein Christ sollte wissen, woher eine Praxis kommt, welche Bedeutung sie ursprünglich hat und was sie heute konkret beinhaltet.
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis aus der Diskussion über Yoga: Nicht jede Yogaübung ist Religion. Aber Yoga hat eine religiöse Geschichte. Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
DAS BESONDERE LIED
Gott hält dich fest!
Manche Tage fühlen sich an, als würde alles ins Wanken geraten. Pläne verändern sich. Sorgen werden größer. Die eigene Kraft wird kleiner. Vielleicht versuchst du weiter stark zu sein, obwohl du innerlich längst müde geworden bist.
„Gott hält dich fest“ ist ein christliches Lied über Trost, Hoffnung und die Gewissheit, dass du dich nicht aus eigener Kraft durch jeden schweren Moment tragen musst.
„Wenn dein Halt schwächer wird, bleibt Gottes Hand stark.
Du musst nicht immer wissen, wie es weitergeht.
Du musst nicht jede Antwort schon heute finden.
Du musst dich nicht selbst festhalten, wenn deine Kraft nicht mehr reicht.
Gott hält dich fest.“
Einige bisherige Serien:
- So schön ist Lüneburg (Übersicht, mehrteilig)
- Gedanken zum Sabbat (Übersicht, 9 Beiträge)
- So schön ist es am Bodensee (Übersicht, 4 Teile)
- Barcelona: Vier Tage ohne Hektik
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