edp aktuell (2026-06-14)

Diese Woche gehe ich auf fünf unterschiedliche Themen ein:

  • Wie viel bin ich wert, wenn ich mich bspw. mit Super-Fußballstar Neymar vergleiche?
  • Letzter Teil (4) der Serie „Wie schön ist es am Bodensee?“ mit wunderbaren Sonnenuntergang-Aufnahmen.
  • Ein Interview über die unheilige Allianz von Macht und Religion in den USA.
  • Antoni Gaudí, der u.a. die Basilika Sagrada Famila entworfen und z.T. gebaut hat, war ohne Zweifel ein talentierter Architekt, aber dass er selig- und später vielleicht auch heiliggesprochen werden soll, damit habe ich große Bedenken.
  • Was ein in der Bahn „vergessenes“ Buch auslösen kann, hat mich als Verfasser von „Leben 3.0“ sehr berührt.
 

This week I’ll be exploring five different topics:

  • How much am I worth if I compare myself, for example, to football superstar Neymar?
  • The final part (4) of the series “How beautiful is Lake Constance?” featuring wonderful sunset shots.
  • An interview about the unholy alliance of power and religion in the USA.
  • Antoni Gaudí, who designed and partly built the Sagrada Família basilica, among other things, was undoubtedly a talented architect, but I have serious concerns about him being beatified and perhaps later canonised.
  • As the author of “Life 3.0”, I was deeply moved by what a book “left behind” on a train can trigger.

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Esta semana voy a hablar de cinco temas muy variados:

  • ¿Cuánto valgo yo si me comparo, por ejemplo, con la superestrella del fútbol Neymar?
  • Última parte (4) de la serie «¿Qué bonito es el lago de Constanza?» con unas fotos maravillosas de la puesta de sol.
  • Una entrevista sobre la alianza siniestra entre el poder y la religión en EE. UU.
  • Antoni Gaudí, quien, entre otras cosas, diseñó y construyó en parte la basílica de la Sagrada Familia, fue sin duda un arquitecto con mucho talento, pero tengo serias dudas sobre que deba ser beatificado y, más adelante, quizá canonizado.
  • Lo que puede provocar un libro «olvidado» en el tren me ha conmovido mucho como autor de «Leben 3.0».

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NACHDENKLICHES

Materialwert, Ablösungssumme, Selbstwert, Einschätzung anderer … Was wirklich zählt, ist mein Wert vor Gott! (Foto: KI-gen.)
Was bist du wert? Eine überraschende Antwort

Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat den 34-jährigen Superstar Neymar, der mittlerweile in seiner Heimat beim FC Santos spielt, offiziell in den 26-köpfigen WM-Kader berufen. Allerdings könnte er das Auftaktspiel der Seleção gegen Marokko am 14. Juni verpassen, da der Genesungsprozess nach seiner Verletzung langsamer verläuft als erwartet.

Als Neymar im August 2017 vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain wechselte, ging ein Raunen durch die Sportwelt. 222 Millionen Euro Ablösesumme – so viel hatte noch nie zuvor ein Verein für einen einzelnen Spieler bezahlt.

222 Millionen Euro. Eine Zahl, die kaum vorstellbar ist. Doch sie wirft eine interessante Frage auf: Was ist eigentlich ein Mensch wert? Rein materiell betrachtet ist die Antwort ernüchternd. Chemiker haben ausgerechnet, dass die Stoffe, aus denen ein menschlicher Körper besteht – Wasser, Kohlenstoff, Kalzium, Eisen und andere Elemente –, nur einen geringen Geldwert haben. (Je nach Berechnung liegt dieser irgendwo zwischen wenigen Euro und einigen hundert Euro.) Das ist erstaunlich. Ein Fußballspieler kann hunderte Millionen wert sein, während die Rohstoffe seines Körpers kaum etwas kosten. Offensichtlich entscheidet also nicht das Material über den Wert eines Menschen.

Wir kennen das auch aus anderen Bereichen. Ein altes, eingerahmtes Familienfoto ist auf dem Flohmarkt vielleicht wertlos. Für die Familie kann es jedoch unbezahlbar sein. Der Preis eines Gegenstandes hängt oft davon ab, wie wichtig er jemandem ist.

Die Bibel betrachtet den Menschen genau aus dieser Perspektive. Sie fragt nicht zuerst, woraus ein Mensch besteht oder welche Leistung er bringt. Sie fragt: Wie wichtig ist dieser Mensch für Gott?

Im einem Brief des Apostels Paulus steht ein bemerkenswerter Satz: „Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt“ (1. Korinther 6,20). Selbst wer mit Glauben wenig anfangen kann, versteht den Gedanken dahinter: Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seiner Produktivität, seinem Einkommen, seinem Aussehen, seiner Herkunft oder seinem gesellschaftlichen Erfolg. Sein Wert zeigt sich daran, wie viel Liebe, Aufmerksamkeit und Hingabe ihm entgegengebracht werden.

Der von Paulus gemeinte Preis lässt sich nicht in Euro oder Dollar beziffern. Es lässt sich am verlässigsten daran ablesen, was es Gott gekostet hat, uns von der „Geiselhaft“ der Sünde freizukaufen: nicht mehr und nicht weniger als das Leben des Sohnes Gottes selbst! Und weil dieser Preis auch für nur einen Menschen im Universum fällig geworden wäre, bedeutet das konkret: Ich bin das Leben des Sohnes Gottes Jesus Christus wert. Und du bist es auch!

Was für ein faszinierender Gedanke! Diese Vorstellung kann uns im Alltag „Flügel verleihen“, so zum Beispiel, wenn wir unter Minderwertigkeitsgefühlen leiden, andere sich über unsere Macken lustig machen, wir selbst an die Grenzen unserer Fähigkeiten stoßen oder unser „Arbeitswert“ wegen Krankheit oder zunehmenden Alter erheblich sinkt.

In einer Zeit, in der Menschen oft nach Leistung beurteilt werden, ist das eine befreiende Botschaft. Du musst nicht berühmt sein wie Neymar. Du musst keine Rekorde brechen, keine Karriereleiter erklimmen und keine Schlagzeilen schreiben. Dein Wert hängt nicht davon ab, was andere für dich bezahlen würden. Jeder Mensch besitzt einen unverlierbaren Wert – nicht wegen seiner Fähigkeiten, sondern weil er von Gott gewollt und geliebt ist.

Vielleicht ist das eine Sichtweise, die unserer Gesellschaft manchmal fehlt. Wir kennen die Preise von Spielern, Häusern und Aktien. Aber den Wert eines Menschen können wir nicht in Euro berechnen. Zum Glück.

DEUTSCHLAND

So schön ist es am Bodensee (4/4)

Bilder zum Vergrößern anklicken. Die Serie „So schön ist Lüneburg“ wird am kommenden Sonntag fortgesetzt.

Anfang und Abschluss der Sonnenuntergangsfahrt mit dem Solarschiff.
Sonnenuntergangsfahrt auf dem Bodensee

Der letzte Höhepunkt unserer Mai-Bodenseereise war eine Fahrt mit dem HELIO Solarschiff – ein weiteres Geburtstagsgeschenk unseres jüngeren Sohnes. Es fühlte sich so an, als würden wir über den See schweben. Lautlos.

Die HELIO ist eines der größten Solarschiffe auf dem Bodensee mit Platz für ca. 48 Personen. Basis-Sation ist das Strandcafé auf der Halbinsel Mettnau. Hier startet und endet die Fahrt.
Bei dieser Tour bewegt man sich so auf dem Untersee, dass am Horizont die Silhouette des Kirchturms des Münsters von Radolfzell zu sehen ist.
Die Sonnenuntergangstour dauert ca. zwei Stunden. An diesem Abend war die Sicht ausgezeichnet. Es war ein höchst romantisches Erlebnis! Dazu auch noch umweltfreundlich. Unbedingt empfehlenswert!
Abschied von Wangen

Die Urlaubswoche ist im Flug vergangen. Wir haben einiges erlebt, auch mit unserem jüngeren Sohn Marc und seiner Familie. Wir freuen uns schon jetzt aufs Wiederkommen nächstes Jahr!

Nur ein paar Meter vom Campingplatz entfernt erinnert eine Gedenktafel an das christlich-jüdische Leben ab dem 17. Jhdt. in Wangen. 1865 zählte die jüdische Gemeinde mehr als 200 Mitglieder, zu denen auch Vorfahren von Albert Einstein gehörten. Hier stand eine Synagoge, die im November 1938 unter der Herrschaft des Nationalsozialismus zerstört wurde.
Der Campingplatz ist klein, aber die Nähe zum Wasser (zehn Meter vom Wohnmobil bis zum Ufer!) hat uns sehr zugesagt. Wir werden Anfang des Jahres wieder buchen.
Unser Sohn ist ein begeisterter Spieler (von wem er das wohl hat?) – auch dazu kamen wir ein paar Mal. Es bleiben sehr schöne Erinnerungen zurück – und knapp 1.000 Fotos!

USA

Ein Interview mit dem Autor dieses Buches aus der Bestenliste „Sachbuch“ des Monats Juni 2026 von DIE WELT, Radio 3 BBB, NZZ und ORF-Radio 1.
Über die unheilige Allianz von Macht und Religion

Im Bündnis mit der Macht des US-Präsidenten hat sich der christliche Nationalismus zu einer globalen Bedrohung für Demokratie und Rechtsstaat radikalisiert. Das ist das Thema des Buches von Arnd Henze „Mit Gott gegen die Demokratie: Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ über die unheilige Allianz von Macht und Religion (Gütersloher Verlagshaus, 2026). Ein hörenswertes Interview mit dem Autor, der Fernsehredakteur beim WDR und Publizist ist, ist hier auf YouTube abrufbar (55 Min.).

Einige der Themen im Interview lauten:

  • Was US-Evangelikale ausmacht
  • Christlicher Nationalismus und die Struktur der Maga-Bewegung
  • Warum die evangelikale Rechte Israel unterstützt
  • Historische Wurzeln: Religion und Staat in den USA
  • Der Wandel von Mike Pence zu JD Vance
  • Religiöser Widerstand und die Rolle des Papstes

SPANIEN

Detailreiche Spitze eines der (geplanten) 18 Türme der Sagrada Familia. (edp, 2025-11)
Eine beeindruckende, sehenswerte Kirche – innen wie außen! (edp, Stand Nov. 2025)
Antoni Gaudí: Begnadeter Architekt und Heiliger?

Die Bilder im Fernsehen waren faszinierend: Am Mittwoch, 10. Juni, dem 100. Todestag des spanischen Architekten Antoni Gaudí, hat Papst Leo XIV. den abgeschlossenen Christus-Turm der Sagrada Familia in Barcelona eingeweiht. Damit ist die Basilika mit 172,5 Metern jetzt die höchste Kirche der Welt. Die Höhe des Turmes wurde von Gaudí so bestimmt, dass er einen halben Meter kürzer als der Montjuïc, der Hausberg der Stadt, ist, um das Werk des Menschen nicht höher werden zu lassen als die Schöpfung Gottes. Das Kreuz auf dem Turm stammt aus Deutschland. Die begehbare Kreuzblume ist aus Edelstahl, Glas und Hochleistungsbeton. Im vollendeten Zustand soll die Basilika insgesamt 18 Türme besitzen. Mit dem Abschluss der langen Baustelle wird im Jahr 2035 gerechnet.

Die Basilika Sagrada Familia ist wohl das bekannteste Werk Gaudís, aber nicht das einzige. Sehenswert sind u.a. der Park Güell, die Casa Batlló und die Casa Milà (La Pedrera). Sieben seiner Meisterwerke gehören zum UNESCO-Welterbe. Die Bauten von Antoni Gaudí (1852–1926) revolutionierten die Architektur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Inspiriert von der Natur und frei von strengen, geometrischen Linien, schuf der katalanische Visionär eine organische, farbenfrohe Formensprache, die bis heute das Stadtbild von Barcelona prägt.

Im Alter von 31 Jahren erklärte sich Gaudí bereit, die Leitung des Bauwerks der Sagrada Familia zu übernehmen. Von da an verbrachte er sein ganzes Leben mit dem Bau des Gotteshauses. Vatican News schreibt: „Der junge Gaudí betrachtete die Sagrada Familia als eine Mission, die ihm von Gott anvertraut worden war, und in diesem Bewusstsein verwandelte er das ursprüngliche neugotische Projekt in etwas Neues und Originelles, das von den Formen der Natur inspiriert und reich an Symbolik war, die seinen tiefen Glauben und seine Spiritualität zum Ausdruck brachte.“

Dass Antoni Gaudí ein talentierter und begnadeter Architekt gewesen ist, steht für mich außer Frage. Schwierigkeiten bereitet mir als Nichtkatholiken das Vorhaben, ihn seligzusprechen – das ist die Vorstufe zur Heiligsprechung. Damit er seliggesprochen wird, muss die katholische Kirche ein wissenschaftlich nicht erklärbares Wunder anerkennen, das durch Gebete an Gaudí passiert sein soll.

Ich sehe aufgrund meines Verständnisses der Heiligen Schrift Selig- und Heiligsprechungen kritisch, weil die Bibel alle gläubigen Christen als „Heilige“ bezeichnet. Paulus schreibt seine Briefe regelmäßig an die „Heiligen“ in den Gemeinden (z. B. 1. Korinther 1,2), ohne zwischen gewöhnlichen und besonders vorbildlichen Christen zu unterscheiden.

Heiligkeit ist nach biblischem Verständnis kein Verdienst des Menschen, sondern ein Geschenk Gottes durch den Glauben an Jesus Christus. Deshalb kann keine kirchliche Instanz einem Menschen nachträglich einen höheren geistlichen Rang verleihen. Zwar erkenne ich dankbar an, dass manche Christen durch ihren Glauben und ihr Leben besondere Vorbilder sind. Doch Anbetung, Verehrung und Anrufung gebühren allein Gott. Auch die Vermittlerrolle zwischen Gott und Mensch kommt nach dem Neuen Testament ausschließlich Jesus Christus zu (1. Timotheus 2,5).

Trotzdem freue ich mich auf unsere nächste Barcelona-Reise, denn nach der November-Reise 2025 ist noch eine Menge übrig geblieben, auch an Bauwerken Gaudís.

JUNGE CHRISTEN

Eine besondere Erfahrung für die 18-Jährige, die dieses Buch in der Bahn fand.
Was ein im Zug „vergessenes“ Buch auslösen kann

Als Buchautor fragt man sich hin und wieder, wer die Bücher überhaupt liest und was sie bewirken mögen. Gerade gestern habe ich den Link zu einem YouTube-Video bekommen, das zeigt, was mein Buch „Leben 3.0“ bei einer 18-jährigen Schweizerin ausgelöst hat. Die Erfahrung von Aurora hat mich sehr bewegt und dankbar gemacht.

Das Video ist von FENSTER ZUM SONNTAG, der schweizerischen TV-Reihe zu aktuellen Themen aus christlicher Sicht, produziert, gemeinsam von der ALPHAVISION und der Partnerorganisation ERF Medien. FENSTER ZUM SONNTAG ist ein Projekt von Christen aus Freikirchen, Landeskirchen und der Evangelischen Allianz.

Hier ein Videoausschnitt mit dem Anfang des Filmes (1:15 Min.):