Diese Woche sind nur drei Beiträge online, die aber gewichtig sind: Der Sabbat-Ruhetag naht; kann ich Unerledigtes einfach bis Sonntag – oder sogar Montag – liegen lassen? Ohne schlechtes Gewissen? / Wie kann man in der Erkältungszeit die Atemwege unterstützen? Beispielsweise durch die Ernährung? (Beginn einer fünfteiligen Serie) / Zum 83. Jahrestag der Hinrichtung von drei jungen, gläubigen Leuten, die für die Wahrheit kämpften, ihrem Gewissen folgten und die Kraft dazu aus ihrem Glauben schöpften; mit dem Link zu einem besonderen Gottesdienst aus der Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte in Dachau: unbedingt hörenswert, weil kurzweilig und tiefsinnig, auch mit Bezug auf die dreifache Versuchung Jesu in der Wüste.
Viel Gewinn beim Lesen/Hören!
There are only three posts online this week, but they are important ones: The Sabbath day of rest is approaching; can I simply leave unfinished business until Sunday—or even Monday? Without feeling guilty? / How can we support our respiratory tract during the cold season? For example, through nutrition? (Start of a five-part series) / On the 83rd anniversary of the execution of three young, faithful people who fought for the truth, followed their conscience, and drew strength from their faith; with a link to a special service from the Reconciliation Church at the Dachau Concentration Camp Memorial Site: definitely worth listening to.
Enjoy reading/listening!
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Esta semana solo pongo tres temas online, pero son importantes: Se acerca el día de descanso sabático; ¿puedo dejar las cosas pendientes hasta el domingo, o incluso hasta el lunes? ¿Sin malos remordimientos? / ¿Cómo se pueden fortalecer las vías respiratorias durante la temporada de resfriados? ¿Por ejemplo, a través de la alimentación? (Inicio de una serie de cinco partes) / Con motivo del 83.º aniversario de la ejecución de tres jóvenes creyentes que lucharon por la verdad, siguieron su conciencia y obtuvieron la fuerza para hacerlo de su fe; con el enlace a un servicio religioso especial de la Iglesia de la Reconciliación del memorial del campo de concentración de Dachau.
¡Que disfrutéis de la lectura/escucha!
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NACHDENKLICHES
Sabbat: Unerledigtes einfach liegen lassen?
Es passiert mir immer wieder: Freitagabend. Die To-do-Liste ist nicht abgearbeitet. Manche Punkte sind halb erledigt, andere habe ich gar nicht erst begonnen. Und eigentlich wünsche ich mir nur eines: innerlich zur Ruhe kommen. Ich will den Shabbat Shalom!, den Sabbatfrieden erleben.
Kann ich Unerledigtes einfach bis Sonntag – oder sogar Montag – liegen lassen? Ohne schlechtes Gewissen? Ohne doch noch schnell die E-Mails zu öffnen oder die angefangene Arbeit fertigzumachen? Ich glaube: Ja. Ich darf. Auf den ersten Seiten der Bibel wird beschrieben, dass Gott einen Ruhetag eingesetzt und ihn „gesegnet“ hat. Für mich bedeutet dieser Segen unter anderem: Befreiung vom Druck. Ein Tag, an dem ich nicht funktionieren muss. An dem ich durchatmen, abschalten und mich Dingen zuwenden darf, die meiner Seele guttun. Gerade in einer Zeit, in der alles schneller, lauter und fordernder wird, ist das ein echtes Geschenk.
Jesus Christus selbst – der den Sabbat am Ende der Schöpfungswoche zum Ruhetag erklärt hat – hat diesen Ruhetag bewusst gefeiert. Und noch mehr: Nachdem er am Kreuz mit den Worten „Es ist vollbracht“ sein Lebenswerk abgeschlossen hatte, folgte ein Ruhetag. Stille. Kein weiteres Tun. Erst am Auferstehungssonntag ging es weiter.
Dieser Satz – „Es ist vollbracht“ – bedeutet für mich mehr als nur die Erlaubnis, einmal pro Woche abzuschalten. Er erinnert mich daran, dass nicht alles an mir hängt. Dass ich nicht ständig leisten muss, um wertvoll zu sein. Dass ich nicht durch noch mehr Einsatz oder noch bessere Ergebnisse „gut genug“ werde. Für meinen Glauben heißt das: Ich kann und muss mir Gottes Anerkennung nicht verdienen. Ich kann weder durch Worte noch durch Taten etwas hinzufügen, um vor Gott bestehen zu können. Alles, was nötig war, um sein Kind zu werden, ist bereits getan.
Das ist wohl die tiefste Form der Ruhe: Nicht nur die Arbeit ruhen zu lassen – sondern auch den inneren, den spirituellen Leistungsdruck. Darum darf ich am Freitagabend die E-Mails unbeantwortet lassen. Die Akten auf dem Stapel ruhen lassen. Und dann erleben, dass die Zeit der Ruhe keine vergeudete Zeit ist, sondern ein Plus an Lebensqualität. Vom Schöpfer selbst geschenkt.

GESUNDHEIT
Heilende Lebensmittel (1/5) – Gut gegen das Husten
Gerade in der Erkältungszeit suchen viele nach sanften, alltagstauglichen Wegen, ihre Atemwege zu unterstützen. Wenn Husten, verschleimte Bronchien oder eine Bronchitis uns ausbremsen, denken viele zuerst an Medikamente. Doch auch unsere Ernährung kann die Atemwege positiv beeinflussen. Bestimmte Lebensmittel wirken entzündungshemmend, schleimlösend oder beruhigend auf gereizte Schleimhäute – andere wiederum fördern Schleimbildung oder Entzündungen.
Diese Lebensmittel wirken sich positiv bei Husten aus:
• Zwiebeln und Knoblauch: Sie enthalten schwefelhaltige Verbindungen mit antibakterieller und entzündungshemmender Wirkung. Besonders beliebt bei Husten ist selbstgemachter Zwiebelsirup – ein klassisches Hausmittel zur Schleimlösung.
• Honig: Honig legt sich wie ein Schutzfilm auf gereizte Schleimhäute und kann Hustenreiz lindern. Studien zeigen, dass er besonders bei nächtlichem Reizhusten hilfreich sein kann (für Kinder unter 1 Jahr allerdings ungeeignet). Zitronensaft mit Honig ist ein traditionelles, wirksames Heilmittel gegen Husten.
• Ingwer und Kurkuma: Diese beiden Wurzeln sind echte Entzündungs-Bremsen. Ingwer fördert die Durchblutung der Schleimhäute, Kurkuma wirkt stark entzündungshemmend. Ideal als Tee oder in warmen Speisen.
• Vitamin A: Die Zellen im Inneren der Bronchien sind darauf angewiesen. Lebensmittel wie Karotten, Spinat oder Mangos liefern viel Beta-Karotin (Provitamin A) und pflegen damit die Bronchialschleimhaut.
• Vitamin-C: Zitrusfrüchte und andere Obstsorten wie Kiwis oder Johannisbeeren liefern Vitamin C, das die Immunabwehr unterstützt und oxidative Prozesse in entzündetem Gewebe reduzieren kann.
Diese Lebensmittel sollte man bei Husten weglassen oder reduzieren:
• Kuhmilchprodukte (verstärkte Schleimbildung, „belegtes“ Gefühl im Hals).
• Zuckerreiche Speisen (viel Zucker kann Entzündungsprozesse fördern und das Immunsystem schwächen).
• Stark verarbeitete und fettige Speisen.
Nicht vergessen: ausreichend trinken! Wasser, Kräutertees (z. B. Thymian oder Salbei) und warme Getränke helfen, Schleim zu verflüssigen und die Atemwege feucht zu halten.

Literaturempfehlung:
- „Saatkorn Gesundheitsbibliothek – Heilkräfte der Nahrung“, Bd. 2, Kap. 24, „Nahrungsmittel für die Atmungsorgane“
- Jorge D. Pamplona-Roger, „Heilkräfte der Nahrung. Ein Praxishandbuch“
Geplante Folgen:
Teil 2: Empfehlenswerte Lebensmittel bei Bronchitis
Teil 3: Die heilende Kraft der Zwiebel
Teil 4: Wofür sind Feigen gut?
Teil 5: Gesundheitliche Vorteile von Datteln
DEUTSCHE GESCHICHTE
Jung, gläubig, mutig: die Geschwister Scholl und Christoph Probst
Heute vor 83 Jahren, am 22. Februar 1943, wurden Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst in München hingerichtet – junge Menschen, die wussten, was ihnen drohte, und trotzdem handelten. Sie gehörten zur Widerstandsgruppe Weiße Rose. Ihr Verbrechen: Worte. Ihr „Beweisstück“: Flugblätter. Ihr Antrieb: ihr Gewissen, ihr Glaube.

Politisch und moralisch bedeutend
Der Widerstand der Weißen Rose hatte militärisch keinen entscheidenden Einfluss auf den Kriegsverlauf. Und doch war er politisch und moralisch von enormer Bedeutung. In einer totalitären Diktatur, die auf Angst, Propaganda und Mitläufertum baute, setzten diese drei ein sichtbares Zeichen: Nicht alle schwiegen. Nicht alle glaubten. Nicht alle machten mit.
Gerade weil ihr Handeln „klein“ wirkte – ein paar tausend vervielfältigte Blätter, heimlich verteilt –, entlarvte es die Lüge vom angeblich geschlossenen „Volkswillen“. Widerstand begann nicht mit Waffen, sondern mit dem Gewissen. Das Regime reagierte mit brutaler Härte, weil es wusste: Ein Gedanke, einmal ausgesprochen, ist gefährlicher als jede Patrone.
Das Opfer dieser drei jungen Leute steht für eine Wahrheit, die jede Diktatur fürchtet: Moralische Autorität lässt sich nicht einsperren. Sie lässt sich nur zum Schweigen bringen – und selbst das nicht dauerhaft.
Was bedeutet das für unsere Demokratie?
Demokratie ist kein Zustand, sondern eine Praxis. Sie lebt von Menschen, die widersprechen, wenn Menschenwürde verletzt wird. Die Geschwister Scholl und Christoph Probst erinnern uns daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist – und dass Gleichgültigkeit politisch ist.
In Zeiten, in denen rechtsextreme Ideologien wieder lauter werden, in denen Hassrede normalisiert wird und historische Relativierungen zunehmen, bekommt ihr Vermächtnis neue Aktualität. Sie zeigen:
• Radikalisierung beginnt mit Sprache.
• Ausgrenzung beginnt mit Worten.
• Mut beginnt mit einem einzelnen Menschen.
Ihr Handeln fordert uns heraus: Wo widersprechen wir heute? Wo stehen wir auf, wenn Minderheiten diffamiert werden? Demokratie verteidigt sich nicht selbst. Sie braucht Bürgerinnen und Bürger mit Rückgrat – nicht nur im Extremfall, sondern im Alltag.
Gleichzeitig mahnt ihr Schicksal zur Differenzierung. Nicht jede zugespitzte Debatte ist „wie damals“. Wer vorschnell historische Parallelen zieht, verharmlost die Einzigartigkeit der NS-Verbrechen. Aber wer die Warnzeichen ignoriert, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Die Verantwortung liegt zwischen Alarmismus und Verdrängung.
Welche Rolle spielt(e) der Glaube?
Der Widerstand der Weißen Rose war nicht nur politisch motiviert, sondern zutiefst geistlich geprägt. Christliche Überzeugungen – die Würde jedes Menschen als Ebenbild Gottes, die Verantwortung des Einzelnen vor Gott, das Primat des Gewissens – durchziehen ihre Texte.
Für heutige junge Christinnen und Christen liegt hier eine unbequeme Frage: Ist Glaube privat oder hat er gesellschaftliche Konsequenzen? Die drei jungen Menschen verstanden Spiritualität nicht als Rückzug, sondern als Verpflichtung. Ihr Glaube führte sie nicht in fromme Innerlichkeit, sondern in öffentliche Verantwortung.
In einer Zeit, in der Kirche an Bindekraft verliert und Religion oft als irrelevant gilt, erinnern sie daran: Christlicher Glaube ist mehr als Tradition. Er ist Haltung. Er kann Widerstandskraft geben gegen Ideologien, die Menschen entwürdigen. Doch auch hier gilt: Ihr Beispiel darf nicht romantisiert werden. Märtyrertum ist kein Ziel. Der christliche Glaube sucht das Leben, nicht den Tod. Das Entscheidende ist nicht das Sterben, sondern die Treue zum Gewissen – auch wenn sie etwas kostet.
83 Jahre später bleibt ihre Botschaft unbequem:
• Freiheit braucht Mut.
• Demokratie braucht Gewissen.
• Glaube braucht Konsequenz.
Und vielleicht ist das ihre eigentliche Aktualität: Sie zeigen, dass auch junge Menschen Geschichte prägen können – nicht durch Macht, sondern durch Charakter.
Sehr treffend hat die amerikanische Autorin Ellen G. White (1827-1915) die Art von Menschen beschrieben, die einen Unterschied in dieser Welt bewirken können:
• „Die Welt benötigt nicht so sehr Männer mit großem Verstand als solche mit edlem Charakter. Sie braucht Menschen, deren Können von Grundsatztreue bestimmt wird.“ (Education, p. 57)
• „Was die Welt am dringendsten braucht, das sind Männer und Frauen, die sich weder kaufen noch verkaufen lassen, Menschen, die in ihrem Innersten wahrhaftig und ehrlich sind, Männer und Frauen, die sich nicht scheuen, die Sünde beim Namen zu nennen, Menschen, deren Gewissen so pflichtbewusst ist wie die Nadel zum Pol, Männer und Frauen, die sich für das Rechte einsetzen, selbst wenn der Himmel einstürzt.“ (Ebenda)
(Mit KI-Unterstützung verfasst.)
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