edp aktuell (2026-10-11)

Willkommen zur aktualisierten Wochenseite, heute mit diesen Beiträgen:

  • Warum ich diese Woche zweimal je 55 Euro Verwarnungsgeld bekommen habe, und was ich daraus gelernt habe. (9. Beitrag der Serie Hingeschaut.)
  • Ein Tabuthema ist immer noch der Selbstmord. Wie fühlt sich Suizid an? Darum geht es in einem Dokumentarfilm von HOPE-TV.
  • Wo finden Kriegsdienstverweigerer praktischen Rat?
  • Eine bewegende Geschichte aus Deutschland: Würde ich dem Verursacher des Todes meiner zwei Kinder vergeben?
  • Speziell für Adventisten: Gottesdienst vom 10. Oktober 2026 bei der Generalkonferenz mit der Predigt von deren Präsidenten, Pastor Erton Köhler (auf Englisch, leicht zu verstehen).

Danke fürs Weiterempfehlen!

 

Welcome to the updated weekly page, featuring the following articles today:

  • Why I was fined 55 euros twice this week, and what I learnt from it. (9th post in the ‘Hingeschaut’ series.)
  • Suicide remains a taboo subject. What does suicide feel like? That is the subject of a documentary by HOPE-TV.
  • Where can conscientious objectors find practical advice?
  • A moving story from Germany: Would I forgive the person responsible for the deaths of my two children?
  • Especially for Adventists: Worship service from 10 October 2026 at the General Conference, featuring a sermon by its president, Pastor Erton Köhler (in English).

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Bienvenidos a la página semanal actualizada, hoy con estos temas:

  • Porqué esta semana me han puesto dos multas de 55 euros cada una, y qué he aprendido de ello. (9.ª entrada de la serie «Hingeschaut»).
  • El suicidio sigue siendo un tema tabú. ¿Qué se siente al suicidarse? De eso trata un documental de HOPE-TV.
  • ¿Dónde pueden encontrar consejos prácticos los objetores de conciencia?
  • Una historia conmovedora de Alemania: ¿Perdonaría al responsable de la muerte de mis dos hijos?
  • Especialmente para adventistas: el servicio religioso del 10 de octubre de 2026 en la Conferencia General, con el sermón de su presidente, el pastor Erton Köhler (en inglés, fácil de entender).

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NACHDENKLICHES

Das hat man davon, wenn man nicht aufpasst! (Kurzfassung auf Instagram: #edp51)
Teures Parken!

Zweimal 55 Euro! Zwei Verwarnungszettel unter meinem Scheibenwischer. Ich hatte eine „Anlieger frei“-Straße nicht nur befahren, sondern dort fast zwei Tage geparkt. Mein Argument: Andere standen dort schließlich auch.

Nützte nichts. Das Verkehrszeichen hatte ich übersehen – und damit selbst den Fehler gemacht. Seitdem denke ich über andere „Verkehrszeichen“ nach … Weiterlesen

TABUTHEMEN

Im Jahr 2025 beendeten 11.334 Menschen ihr Leben durch einen Suizid. Das waren 9,3 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr und 15,6 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. (Foto: Bananayota, pixabay.com)
Wie fühlt sich Suizid an?

Seit dem 3. Oktober 2026 ist ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Der Lärm im Inneren – Wie sich Suizid anfühlt“ bei HOPE-TV abrufbar. Darin kommen ein Vater, der seinen Sohn verloren hat, und erfahrene Fachleute zu Wort.

„Wer an Suizid denkt, will oft nicht sterben. Er will, dass der Schmerz aufhört. Der Dokumentarfilm zeigt, welche Warnsignale wir ernst nehmen sollten, warum eine direkte Frage Leben schützen kann und wie wichtig es ist, zuzuhören, ohne zu verharmlosen. Eine ehrliche und bewegende Episode mit einer klaren Botschaft: Es gibt einen Weg hinaus.“ – So die Beschreibung des Filmes, der zum Projekt über psychische Gesundheit „Reminded“ gehört (Englisch, ein Projekt von Adventist Health Ministries).

Hilfreiche Links zum Thema:

Portal „NummergegenKummer“: Beratung für Kinder/Jugendliche und für Eltern

Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention

Flyer „Hilfe in Lebenskrisen und bei Selbsttötungsgefahr“ (PDF, vom Arbeitskreis Leben, AKL, in Baden-Württemberg)

Hilfe bei Suizid-Gedanken:
Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein, es gibt aber auch Hilfsangebote wie die Telefonseelsorge. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 erreichbar. Weitere Informationen: Telefonseelsorge.

WEHRPFLICHT

Laut Jugendtrendstudie 2025 sind 69 Prozent der Gen Z (also Personen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden) nicht bereit, ihr Land mit einer Waffe zu verteidigen. Ganz zu schweigen von der Idee, für ihr Land zu sterben. Das verneinen 81 Prozent. (Foto: SWR, Quelle: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, BAFzA)
Beratung für Kriegsdienstverweigerer
  • Die Wehrpflicht ist immer noch ausgesetzt in Deutschland. Und doch steigt die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung stark an – berichtete die Tagesschau am 6.10.2026. Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung sei in diesem Jahr stark angestiegen. Von Januar bis August seien insgesamt 12.102 entsprechende Gesuche eingegangen. Damit liegt die Zahl der Anträge schon jetzt dreimal höher als im gesamten vergangenen Jahr.
  • Der Südkurier schreibt am 11.10.2026: „Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist nach oben geschnellt. Nun berichten Beratungsstellen von einer großen Nachfrage – und weiten ihr Angebot aus.“
  • Das RedaktionsNetzwerk Deutschland wiederum berichtet am 10.10.2026, immer mehr Kriegsdienstverweigerer würden ihre Anträge zurücknehmen: „In den ersten acht Monaten dieses Jahres haben 570 Menschen ihre Kriegsdienstverweigerung zurückgenommen. Damit könnte die Zahl den Vorjahreswert übertreffen. Die Gründe für eine Rücknahme ähneln sich.“

Beratung für Wehrdienstverweigerer bietet auch das Referat Kriegsdienstverweigerung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland auf der Webseite https://adventisten.de/kdv Hier finden nicht nur Jugendliche Orientierung, die sich mit der Frage beschäftigen, ob sie den Wehrdienst leisten möchten oder nicht, sondern auch jene, die sich für eine Beratungstätigkeit auf diesem Gebiet qualifizieren möchten. „In dem Tool werden verschiedene Inhalte von Kirchengeschichte über rechtliche Grundlagen bis hin zu Beratungskompetenzen vermittelt. So könnten diese Berater als Ansprechpersonen für Jugendliche eine Unterstützung sein“ – teilt der Adventistische Pressedienst APD in einer Meldung vom 9.10.2026 mit.

Neben einer Muster-Jugendgruppenstunde sind die Standpunkte zu Krieg und Frieden verschiedener Kirchen und die historische Position der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf der Webseite https://adventisten.de/kdv abrufbar. Außerdem wird hier erklärt, wie man einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung erstellt, es können Fragen gestellt werden und man kann sich für ein Gespräch zur Gewissensbildung anmelden.

Siehe auch:

BEWEGENDES

Sie starben bei einem Frontalzusammenstoß auf dem Weg zu einem Erntedankgottesdienst.
Wenn Vergebung größer ist als der Schmerz

Am 9. November 2025 verloren die Schwestern Adelina (16) und Dina (19) Wetzel bei einem Verkehrsunfall in der Rhön ihr Leben. Sie waren auf dem Weg zu einem Erntedankgottesdienst, als ein entgegenkommendes Auto mit ihrem Wagen zusammenstieß. Beide starben noch an der Unfallstelle.

Der Unfallverursacher wurde wegen des Verkehrsunfalls zu einer Geldstrafe und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt. Doch im Gerichtssaal geschah etwas, das weit über das Urteil hinausging: Die Eltern der beiden jungen Frauen begegneten dem Mann mit Vergebung. Sie schenkten ihm das Andachtsbuch ihrer verstorbenen Tochter Adelina. Der Mann, der sich schon aus dem Krankenhaus bei ihnen entschuldigt hatte, berichtete später, dass er täglich darin lese und sonntags einen Gottesdienst besuche.

Die Familie machte deutlich, dass diese Vergebung nicht aus eigener Kraft entstanden sei, sondern aus ihrem Glauben an Gott. Auch wenn das Warum des Geschehenen offenbleibt, halten sie an ihrem Vertrauen fest.

Ich finde, das ist eine bewegende Geschichte über Trauer, Vergebung und einen Glauben, der selbst angesichts des Unbegreiflichen Halt geben kann.

ADVENTISTEN

Pastor Erton Carlos Köhler, geboren 1969 in Brasilien, ist seit Juli 2025 der erste Südamerikaner in der Leitung der Weltkirche der Siebenten-Tags-Adventisten. (Foto: David B. Sherwin, CCA 4.0 int.)
Über 440 Delegierte der weltweiten Kirche tagen in den USA

Die Weltsynode der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten (weltweit 23,7 Mio. am 31.12.2024), zu der auch ich gehöre, tagt alle fünf Jahre mit Delegierten aus den ca. 235 von der UNO anerkannten Ländern und Gebieten. In der Zwischenzeit kommt eine kleinere Anzahl von Vertretern zweimal im Jahr zusammen, um über organisatorische und missionarische Themen zu beraten. So zurzeit: Seit dem 7. Oktober treffen sich mehr als 440 Führungskräfte aus aller Welt für acht Tage im Auditorium der Weltkirchenleitung in Silver Spring, Maryland, USA. Die rund 34.000 Mitglieder in Deutschland werden bei dieser Tagung von zwei Pastoren vertreten, und zwar den Präsidenten der Freikirche in Nord- und Süddeutschland (Pastor Johannes Naether und Pastor Werner Dullinger).

Sowohl die Geschäftssitzungen als auch die geistlichen Stunden und Gottesdienste werden übers Internet übertragen, sodass auch nicht vor Ort Anwesende an den Beratungen und Andachten teilnehmen können. Umrahmt wird das Programm von den verschiedensten Sing- und Musikgruppen aus den vertretenen Ländern.

Hier Zitate von Erton Köhlers Predigt:

Digitale Technologie hat das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Das Internet ist in fast jedem Land zugänglich. Einmal mehr hat Gott die Welt miteinander verbunden … Durch das Internet kennt die Botschaft von Christus keine Grenzen. Das Evangelium überquert Ozeane, überspringt nationale Grenzen, dringt in bisher unerreichte Länder vor und erreicht Millionen Menschen – in riesigen Wohnkomplexen ebenso wie in abgelegenen, ursprünglich lebenden Dörfern. Mark Finley, „Digital Global Evangelism and the Impact of Artificial Intelligence“, ASI-Newsletter, 2. November 2024.
Die Medien können ein großartiges Mittel sein, um diese hoffnungslose Welt zu erreichen.
Wenn wir gemeinsam vorankommen wollen, haben wir keine Zeit, das Boot ins Wanken zu bringen. (Wörtlich: Wenn wir rudern, haben wir keine Zeit, das Boot zum Schaukeln zu bringen.)
Lasst uns alles zur Erfüllung unseres Auftrags einsetzen.
Als Einzelne und als Führungskräfte haben wir viele Probleme. Als Gemeinde haben wir nur ein einziges Problem: Jesus ist noch nicht wiedergekommen!

Einige bisherige Serien:

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Elí Diez-Prida online
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