Willkommen zur aktualisierten Wochenseite, heute mit diesen Beiträgen:
- Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt? Wie groß müsste „meine Plastiktüte“ sein, um alles hineinzupacken, was mir wichtig ist? (Hingeschaut.-Beitrag, Langfassung)
- Wovor haben die Deutschen Angst? Wie können wir uns vor einer allgemeinen Angststimmung schützen?
- Teil 21 der Reihe So schön ist Lüneburg: Lüneburg kann auch Kultur!
- Wenn Maschinen schreiben – und Menschen Hoffnung brauchen. Über KI-Bücher, die Warnung einer US-amerikanischen Historikerin und die Aussagen einer katholischen Schriftstellerin über die Rolle des Glaubens in schwierigen Zeiten.
- Ein bemerkenswertes, fast prophetisches Zitat von Antoine de Saint-Exupery.
Danke fürs Weiterempfehlen!
Welcome to the updated weekly page, featuring the following articles today:
- What remains when there is nothing left? How big would ‘my plastic bag’ have to be to hold everything that matters to me? (Hingeschaut. article, full version)
- What are Germans afraid of? How can we protect ourselves from a general climate of fear?
- Part 21 of the series ‘Lüneburg is so beautiful’: Lüneburg has culture to offer too!
- When machines write – and people need hope. On AI-generated books, a warning from an American historian and the reflections of a Catholic writer on the role of faith in difficult times.
- A remarkable, almost prophetic quote from Antoine de Saint-Exupéry.
Thank you for sharing!
To translate the current homepage to English, you can use the translation function in your web browser.
Bienvenidos a la página semanal actualizada, hoy con estos temas:
- ¿Qué queda cuando ya no queda nada? ¿Qué tamaño tendría que tener «mi bolsa de plástico» para meter en ella todo lo que me importa? (Artículo de «Hingeschaut», versión completa)
- ¿A qué le tienen miedo los alemanes? ¿Cómo podemos protegernos de un clima general de miedo?
- Parte 21 de la serie «Qué bonito es Lüneburg»: ¡Lüneburg también tiene cultura!
- Cuando las máquinas escriben… y las personas necesitan esperanza. Sobre libros escritos por IA, la advertencia de una historiadora estadounidense y las declaraciones de una escritora católica sobre el papel de la fe en tiempos difíciles.
- Una cita notable, casi profética, de Antoine de Saint-Exupéry.
¡Gracias por invitar a visitar mi página web!
Para traducir esta página web al español, puedes utilizar el traductor integrado en tu navegador.
NACHDENKLICHES
Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt?
Ein Mann trägt nach einer Flutkatastrophe einen Rucksack und eine Plastiktüte. Darin ist alles, was er retten konnte. Wie groß müsste „meine Plastiktüte“ sein, um alles hineinzupacken, was mir wichtig ist?
Eine gute Lebenshaltung wäre, dankbar zu besitzen, aber innerlich frei zu bleiben. Denn irgendwann werden wir alles zurücklassen müssen, was wir heute unser Eigen nennen. Aber eines bleibt: die Menschen, in die wir investiert haben.
Am Ende unseres Lebens zählt nicht: Was haben wir alles an Gütern und Reichtum angehäuft, also in die „Plastiktüte“ hineingepackt? Sondern: Wen habe ich mitgenommen? Wen habe ich geliebt? Und in wessen Leben habe ich etwas Gutes hinterlassen? Weiterlesen
GESELLSCHAFT
Wovor haben wir eigentlich Angst?
Wie wird das Leben in Deutschland in ein paar Jahren aussehen? Können wir uns das Wohnen noch leisten? Werden die Renten reichen? Wie sicher ist unser Arbeitsplatz? Und was kommt auf unsere Kinder und Enkel zu? Solche Fragen beschäftigen viele Menschen. Ein Blick auf die aktuellen Ergebnisse der Studie „Die Ängste der Deutschen 2026“ der R+V-Versicherung zeigt, wie groß die Verunsicherung ist.
Wie können wir uns vor einer allgemeinen Angststimmung schützen? Kann der Glaube helfen, wenn uns die Sorgen über den Kopf wachsen? Weiterlesen
DEUTSCHLAND
Lüneburg kann auch Kultur
So schön ist Lüneburg (21)
Wer glaubt, Kultur finde in Lüneburg hauptsächlich in alten Kirchen und Museen statt, sollte einmal in den Veranstaltungskalender schauen. Dort wird schnell klar: In dieser Stadt ist erstaunlich viel los: Konzerte, Schauspiel, Musiktheater, Ballett/Tanz, Lesungen, Kleinkunst, Vorträge, Diskussionen, Gasthörer-Vorlesungen, Sport-Events, Open-Air-Konzerte … und mehrere Weihnachtsmärkte! Weiterlesen
BÜCHER, KI, BUCHMESSE
Wenn Maschinen schreiben – und Menschen Hoffnung brauchen
Auf der Frankfurter Buchmesse 2026 gab es etwas zu entdecken, das nach Zukunft klingt – und zugleich nach einer ziemlich radikalen Veränderung unserer Vorstellung vom Schreiben.
KI-Bücher entstehen heute in kleinen Unternehmen, die mit klassischen Verlagen kaum noch etwas gemeinsam haben. Ein Beispiel: Ein Verlag veröffentlicht 1.500 Bücher mit gerade einmal drei festangestellten Mitarbeitern. Der Geschäftsführer verantwortet Produktion, Entwicklung und Lektorat. Ein weiterer Mitarbeiter kümmert sich um Kundensupport und Lektorat, ein Softwareentwickler um die Technik. Und wer schreibt die Bücher? Die künstliche Intelligenz.
Man muss nicht lange überlegen, wie sich das auf die Buchbranche auswirken könnte. Vielleicht werden wir auf künftigen Buchmessen immer mehr Bücher finden, bei denen kein Mensch mehr im herkömmlichen Sinne Autor gewesen ist. Doch was bedeutet das für uns Menschen? Für unser Denken, unser Erinnern und unser Verständnis der Welt?
Den Verstand verlieren?
Auf der Frankfurter Buchmesse stellte der traditionsreiche Verlag C. H. Beck im Schauspielhaus das Buch Die Regierung der Maschinen der US-amerikanischen Historikerin Jill Lepore vor.
Lepore warnte vor einer Entwicklung, die auf den ersten Blick durchaus verlockend erscheint: Künstliche Intelligenz kann kurzfristig bessere Ergebnisse liefern. Langfristig aber könnte sie unsere Erinnerungsfähigkeit, unser Verständnis und unser eigenständiges Denken schwächen.
Der Tagesspiegel zitierte sie mit den eindringlichen Worten: „Wenn die Menschheit vor dem Maschinenstaat kapituliert, verlieren wir nicht nur unsere Freiheit, sondern auch unseren Verstand.“ Das ist eine Warnung, die weit über die Buchbranche hinausgeht. Denn es geht nicht allein darum, wer künftig Bücher schreibt oder Texte produziert. Es geht auch darum, ob wir Menschen uns das eigene Denken abnehmen lassen – und was uns dann noch ausmacht.
Glaube ist mehr als Trost
Einen anderen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit eröffnet die katholische Schriftstellerin Nora Bossong. In einem Interview mit Christ und Welt, veröffentlicht am 9. Oktober 2026, sprach sie über die Bedeutung des Glaubens. Glaube, so lässt sich ihre Botschaft zusammenfassen, ist nicht nur ein Trostpflaster für schwierige Zeiten. Er ist auch ein Auftrag.
Bossong verweist auf die biblische Vorstellung, dass das Reich Gottes bereits mitten unter uns angebrochen ist. Daraus folgt für sie: Wir sollen nicht einfach abwarten, bis die Welt irgendwann besser wird. Wir sind aufgerufen, selbst daran mitzuwirken.
Das gefällt mir an diesem Gedanken. Christlicher Glaube bedeutet nicht, die Hände in den Schoß zu legen und auf bessere Zeiten zu warten. Er ermutigt uns, heute Verantwortung zu übernehmen – für andere Menschen, für unsere Gesellschaft und für die Welt, in der wir leben.
Hoffnung macht widerstandsfähiger
Nora Bossong beschreibt noch einen weiteren Aspekt des Glaubens: Er kann uns helfen, mit den Zumutungen unserer Zeit besser umzugehen. Wer über das Hier und Jetzt hinausdenkt, gewinnt Abstand zu dem, was gerade geschieht. Die Probleme verschwinden dadurch nicht. Unrecht wird nicht plötzlich gerecht, und schwierige Verhältnisse werden nicht automatisch besser. Aber sie müssen nicht unser gesamtes Denken und Fühlen beherrschen.
Bossong beschreibt es so: „In dem Moment, in dem wir unsere Perspektive weiten und über das »Nur-Hier-Sein« hinausdenken, gewinnen wir Abstand zu den Dingen, die um uns herum geschehen. Nicht, dass sie dadurch automatisch besser würden oder wir sie hinnehmen, aber wir können die Unzumutbarkeiten der Welt besser ertragen, wenn wir die Hoffnung haben, dass sie nicht das letzte Wort sein werden. Ich glaube, wir sind dadurch weniger anfällig, zu verzweifeln und zu verbittern.“
Das ist für mich ein bemerkenswerter Gedanke. Hoffnung ist nicht dasselbe wie Optimismus. Optimismus rechnet damit, dass schon alles gut gehen wird. Hoffnung dagegen kann auch dann tragen, wenn wir nicht wissen, wie es ausgeht.
Wer glaubt, dass unsere Wirklichkeit nicht alles ist und dass das letzte Wort noch aussteht, muss vor den Problemen der Gegenwart nicht die Augen verschließen. Er kann ihnen ins Gesicht sehen, ohne an ihnen zu verzweifeln.
Was KI nicht ersetzen kann
Künstliche Intelligenz wird unsere Welt weiter verändern. Sie kann uns helfen, Aufgaben schneller zu erledigen, Wissen zugänglich zu machen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Aber sie kann uns die Verantwortung für unser Denken und Handeln nicht abnehmen. Und sie kann uns nicht die Hoffnung schenken, dass das Leid, das Unrecht und die Zumutungen dieser Welt nicht das letzte Wort behalten werden. Diese Hoffnung vermittelt uns der Glaube an einen Schöpfergott, der die gegenwärtigen Zustände in unserer Welt radikal ändern wird, wenn er sein Reich am Ende der Weltzeit aufrichtet. Und zwar wenn Jesus Christus wiederkommt, wie er es versprochen hat (z.B. im biblischen Buch Offenbarung 21,4).
Diese Hoffnung ist für mich ein wesentlicher Teil des christlichen Glaubens. Sie vertröstet nicht auf ein fernes Jenseits, sondern gibt Kraft, das Leben hier und heute zu gestalten. Vielleicht ist das gerade in einer Zeit wichtig, in der Maschinen immer mehr können: dass wir Menschen nicht vergessen, was und wer uns trägt. Denn wir brauchen nicht nur intelligente Maschinen. Wir brauchen auch Menschen, die selbstständig denken, Verantwortung übernehmen, Hoffnung aus dem Glauben schöpfen und diese Hoffnung verbreiten. Das wird die KI gar nicht gerne hören. (Grundlage dieses Beitrags ist die unten genannte DLF-Sendung.)
Siehe:
ZITAT DER WOCHE
Gottlos, ratlos, friedlos?
„Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetslos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos.“ Antoine de Saint-Exupery*
Antoine de Saint-Exupery war kein Prophet, dennoch könnte man meinen, seine Worte beschreiben unsere Welt von heute. Kriege, Lügen, politische Machtspiele, wachsende Schulden und eine zunehmende Verunsicherung prägen vielerorts das Bild. Auch Kirchen und Christen bleiben hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. Doch gilt das wirklich für die ganze Welt? Nein. Es gibt Menschen, die sich für Frieden einsetzen, Verantwortung übernehmen, die Wahrheit suchen und anderen selbstlos helfen.
Antoine de Saint-Exupery zeigt, was geschieht, wenn eine Gesellschaft ihre moralischen Maßstäbe verliert, die Orientierung über Bord wirft, die der Schöpfer uns anbietet, und nur noch Macht, Geld und der eigene Vorteil zählen.
Glaube allein löst freilich keine gesellschaftlichen Probleme. Aber er kann Menschen dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, Nächstenliebe zu praktizieren, sich für die Schwächeren einzusetzen und auch dann an Wahrheit und Menschlichkeit festzuhalten, wenn es unbequem wird oder Opfer kostet.
* Antoine de Saint-Exupery, 1900-1944. Seine märchenhafte Erzählung „Der kleine Prinz“ gehört mit über 140 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Büchern der Welt.
Einige bisherige Serien:
- So schön ist Lüneburg (Übersicht, mehrteilig)
- Gedanken zum Sabbat (Übersicht, 9 Beiträge)
- So schön ist es am Bodensee (Übersicht, 4 Teile)
- Barcelona: Vier Tage ohne Hektik
Diese Seite wird in der Regel am Sonntagabend aktualisiert. / This page is usually updated on Sundays afternoon. / Esta página suele actualizarse los domingos por la tarde.




